Unsere Gemeinde 2017 in der hiesigen Presse:

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St. Marien-Sternsinger waren wieder zu Gast im Schwelmer Rathaus.
Schwelmer Prinzentitel bleibt in der Familie I  Eltern und Kinder Hand in Hand  I  Winfried Odenwald ist auch mit 86 Jahren noch nicht im Ruhestand
Palmsonntag - Schwelmer sollen auch im Alltag zum Glauben stehen I  Wie ist ein Glaubensbekenntnis? I 
Peter Jennemann räumt auf I Wir gingen zur ersten hl. Kommunion I
Freiwillig in St. Marien
  I  Neue Gottesdienstordnung  :  vom Schwelmer Seniorenstift auf die große Leinwand
Zwei Tage Gemeindefest rund um den Kirchturm
Gemeindefest bei St. Marien  I  Propstei St. Marien vor harten Einschnitten I Weder Luftschloss noch Pastoralpoesie I
 Ich habe Traurigkeit und Enttäuschung bemerkt

Gedanken zum Sonntag  I  Katholische Kirche am ScheidewegKirche digital  -  Glaube im Internetzeitalter
Kritik und ein neuer Vorschlag bei Ennepetaler Katholiken I  Mehr als eine Million Gläubige bei Messe mit Papst in Medellin

 

Mehr als eine Million Gläubige bei Messe mit Papst in Medellin

Sonntag, 10. September 2017

Papst Franziskus hat in Kolumbiens einstiger Drogenhochburg Medellín zu einer Erneuerung der Kirche aufgerufen, um Herausforderungen wie Frieden und Versöhnung gewachsen zu sein. Bei einer Messe sagte das Oberhaupt der Katholiken am Samstag vor fast 1,3 Millionen Gläubigen, die Kirche müsse ihre "Bequemlichkeiten" ablegen. "Die Erneuerung darf keine Angst machen", sagte er. Aber sie erfordere "Opfer und Mut".

Die Kirche müsse "sich engagieren, obwohl das für einige zu bedeuten scheint, sich schmutzig zu machen", sagte Franziskus. Aber sie dürfe "dem Leid der Hilflosesten nicht gleichgültig gegenüberstehen". "In Kolumbien gibt es viele Situationen, in denen die Jünger gefordert sind, den Lebensstil von Jesus anzunehmen, insbesondere die Liebe, die in gewaltloses Handeln, in Versöhnung und in Frieden verwandelt wird", sagte der 80-Jährige.

Medellín war die Hochburg des verstorbenen berüchtigten Drogenbarons Pablo Escobar. Zudem ist sie die politische Hochburg des früheren kolumbianischen Präsidenten Alvaro Uribe, der ein entschiedener Gegner des Friedensabkommens mit der Farc ist. Der heutige Staatschef Juan Manuel Santos hatte im vergangenen Jahr für seinen Friedensschluss mit der linksgerichteten Guerilla den Friedensnobelpreis erhalten.

Die Themen Frieden und Versöhnung stehen im Mittelpunkt der Papst-Reise nach Kolumbien. Am Donnerstag hatte Franziskus in der Hauptstadt Bogotá an die Kolumbianer appelliert, die gut fünf Jahrzehnte des Bürgerkriegs hinter sich zu lassen. Am Sonntag wollte der Papst nach Cartagena reisen. Die Stadt an der Karibikküste ist die ärmste Stadt Kolumbiens.

 

 

Kritik und ein neuer Vorschlag bei Ennepetaler Katholiken

24.08.2017  
von Hans-Jochem Schulte

Bild: Im vollbesetzten Gemeindesaal von Herz Jesu
diskutieren die Gemeindemitglieder. Mit Mikrofon:
der Gemeinderatsvorsitzende Meinolf Traut.

Ennepetal:
Nein, entschieden sei noch nichts: Propst Norbert Dudek sagte es mehrmals in der öffentlichen Sitzung des Gemeinderates von Herz Jesu.  Nein, entschieden sei noch nichts: Propst Norbert Dudek von der Katholischen Propsteigemeinde St. Marien Schwelm, zu der auch die Ennepetaler Gemeinde Herz Jesu zählt, sagte es mehrmals in der öffentlichen Versammlung des Gemeinderates von Herz Jesu unter der Milsper Herz-Jesu-Kirche. Immer noch werde am Votum für das Bistum gefeilt. Wie mehrmals berichtet, müssen die Gemeinden in Schwelm, Gevelsberg und Ennepetal bis 2030 30 Prozent der aktuellen Kosten einsparen. So will es das Bistum.

 

Kirche digital: Glaube im Internetzeitalter

25. Aug. 2017
Schwelm.
von Patric Schloss

Bild
Kaplan Werecki
"Das Thena Internet ist auch in der Kirche mittlerweile ein großes Thema

Für viele Menschen gelten Kirchen als die letzten traditionellen Bastionen, wenn es um das Bewahren von Werten und Traditio­nen geht. Gleichzeitig gelten religiöse Institution aber auch als etwas schwerfällig, wenn es um Verände­rungen geht. Doch einer grundlegenden Neuerung wie dem Internet können sich auch Jahrtausende alte Religionsgemeinschaften nicht ent­ziehen. Das wirft die Frage auf: Wie geht eine traditionelle Institution mit der Digitalisierung um? Wir haben mit Kaplan Christoph Werecki (31) gesprochen.

,Vergleicht man es mit der Seefahrt, dann ist die Kirche manchmal schon so etwas wie ein schwerer Tanker. Allerdings ist das gar nicht mal negativ gemeint, in vielen Bereichen ist das ja auch durchaus eine gute Sache", sagt Kaplan Christoph Werecki von der katholischen Gemeinde St. Marien, die für Schwelm, Ennepetal und Gevelsberg zuständig ist. Das Thema Internet sei na­türlich auch in der Kirche mittlerweile ein großes Thema, erklärt er: "Man muss aber schon selbstkri­tisch sein und sagen, dass wir da et­was hinterher sind. Aber wir holen schnell auf."

Messenger bei der Jugend behebt

Im Alltag der Gemeinde sei die moderne Kommunikation etwa längst und ganz selbstverständlich angekommen: „Fangen wir einfach mal in der Gemeinde an. Ich behaupte , ohne Messenger wie Whatsapp wäre die Koordination in der Jugendarbeit heute kaum noch möglich oder zumindest sehr schwierig, sagt Werecki. „Da wird natürlich heute viel über Messenger Gruppen geplant und ausgetauscht."

Praktisch sei die Vernetzung untereinander in diesem Bereich schon deshalb, weil man viel schneller reagieren könne als früher. Die läufig angeführten negativen Effekte der neuen Kommunikationsformen, etwa Mobbing, kann der Kaplan, zumindest aus seinem Tätigkeitsfeld, indes ganz und gar nicht bestätigen: „Natürlich haben wir licht in alles, was die Jugendlichen bewegt, einen genauen Einblick. Und selbstveändlich spielt sich rieles ja auch außerhalb der Gemeinde ab. Von Konflikten oder gar Mobbing habe ich aber noch nichts mitbekommen." Ganz unkritisch sieht Werecki die immer häufigere Nutzung von Smartphones oder Tablets zur Kommunikation  des Miteinander aber auch  nicht:

„Durch diese Art der schriftlichen Kommunikation geht schon auch eine Menge verloren." Ein direktes Gespräch böte natürlich auch noch viel mehr unbe­wusste Elemente, wie Gestik und Mimik. „Das ist natürlich schon schade und kann auch zu Missverständnissen oder im schlimmsten Fall zu Konflikten führen. Von da­her bin ich auch immer für ein gutes Gespräch."

Während die Nutzung zum Austausch durchaus schon dazu gehöre, sei das bei der Nutzung der neuen und sozialen Medien im Dienst­gebrauch aber noch anders. Hier könne man erst einen langsamen Wandel feststellen: „Es geht im Vergleich- zu anderen Institutionen si­cher deutlich langsamer, aber die Notwendigkeit, das Internet und soziale Medien zu nutzen, hat man auch in der Kirche erkannt", sagt Werecki. Die Webseite der Gemeinde St. Marien, über die Informationen zu fast allen Bereichen des kirchlichen Lebens abgerufen werden können und die auch Neuigkeiten aus dem Gemeindeleben bietet, sei da ein gutes Beispiel. „Dem neuesten Stand der Darstellungsmöglichkeiten  entspricht unsere Webseite derzeit zwar noch nicht. aber wir arbeiten in der Gemeinde  daran." Eine Ebene höher. beim Bistum Essen, zu dem auch die Gemeinde St. Marien gehört, gebe es allerdings schon gute Beispiele.

Netzaktionen als Vorbild

Die Social-Media-Redaktion des Bistums konnte etwa schon mit der ein oder anderen Aktion im Inter­net von sich reden machen und die Botschaft der Kirche ins Netz tragen: „Die Mitarbeiter sind auf die Idee gekommen, die Ostergeschichte über Whatsapp zu erzählen. Das kam gut an und hat deutschlandweit ein großes mediales Echo hervorgerufen." Perspektivisch könnten solche Aktionen auch etwas für die Gemeinden sein, findet Werecki. Denn in Zeiten, in denen viele Menschen der Kirche zunehmend kritisch gegenüberständen, sei es wichtig, auf allen Wegen Kontakt zusuchen: ‚Wenn man Menschen so erreichen kann, wüsste ich nicht, was dagegen spräche", sagt der Kap­lan.

Klare Linie bei Sakramenten

Eine klare Haltelinie beim Interneteinsatz gibt es für den jungen Geistlichen aber doch: Bei den heiligen Sakramenten der Kirche, dazu zählt etwa die Beichte, könne das Internet auch in Zukunft keinen Ersatz für den direkten, zwischen­menschlichen Kontakt zwischen Gläubigen und Geistlichen bieten: „Da muss man einfach schon realistisch sein. Das funktioniert einfach nicht über das Interernet.
 
Katholische Kirche am Scheideweg

Von Stefan Scherer
22.08.2017

(Bild)
Kirchenvorstand Peter Otto, Propst Norbert Dudek und Claudia Buskotte aus der Pastoralkonferenz (von links) vor der Marienkirche.

Zahlreiche Reaktionen auf massive Veränderungen in den Gemeinden in Schwelm, Gevelsberg und Ennepetal. Zentraler Kirchenneubau vorgeschlagen.

So ein Beben wie aktuell ist wohl noch nie durch die katholischen Kirchengemeinden in Schwelm, Gevelsberg und Ennepetal unter dem Dach der Propstei St. Marien gegangen (Wir berichteten). Kirchen werden geschlossen, Immobilien veräußert, Gottesdienste reduziert, Versäumnisse aus der Vergangenheit aufgearbeitet. Denn Ruhr-Bischof Franz-Josef Overbeck hat Propst Norbert Dudek unmissverständlich ins Hausaufgabenheft geschrieben: Bis zum Jahr 2030 müssen 30 Prozent der aktuellen Kosten eingespart werden.

„Aus unserer Sicht kann es sich lohnen, in den Jugendbereich zu investieren. Die Rückmeldungen aus den Gemeinden fallen zumindest durchweg positiv aus."
Norbert Dudek, Propst

Schwelm. Neben all den anderen Herausforderungen, denen sich die katholische Kirche in Schwelm, Gevelsberg und Ennepetal stellen muss, ist es neben dem lieben Geld vor allem der Blick auf die zukünftige Personalsituation, der Propst Norbert Dudek und sein Team zum Umdenken und zum zügigen Handeln zwingt. Die Anforderungen, die Kirche vor Ort in die Gegenwart zu holen und in eine gute Zukunft zu führen, wachsen - und diese Aufgabe wird zunehmend durch Ehrenamtliche gestemmt werden müssen.
 

Denn: Viele der geweihten Priester, die noch Heilige Messen halten, sind bereits in Rente oder haben diese für die kommenden Jahre im Blick. Gleiches gilt für Diakon Michael Nieder, der die Gemeinde in Ennepetal leitet. Die Zeit, die Kaplan Christoph Werecki noch in Schwelm verbringt, ist ebenso be­schränkt. Aktuell, so rechnet Propst Norbert Dudek vor, wird im gesamten Ruhrbistum nur ein junger Mann pro Jahr zum Priester geweiht - bei steigenden Bedarfen in den Gemeinden wegen Verrentungen.

In Schwelm ruhen nun die Hoffnungen auf einen Verbleib von Markus Nowag, der aber auch längst noch nicht gesichert ist 

Stete pastorale Begleitung

Es begeben sich die Verantwortlichen nun verstärkt auf die Suche, um Menschen zu finden; die die kirchliche Arbeit in den unterschiedlichsten Bereichen auf freiwilliger Basis mittragen. Wie berichtet sollen Wort-Gottes-Feiern verstärkt durch Ehrenamtliche geleitet werden. Und: Auch der Beerdigungsdienst soll zukünftig verstärkt durch ehrenamtliche Begräbnisbegleiter getragen werden

So weh diese Entwicklung auch tut und so oft persönliche Belange Belange betroffen sind, ist dieser grundlegende Prozess in den katholischen Gemeinden in Schwelm, Gevelsberg und Ennepetal eigentlich längst überfällig und deutete sich spätestens mit der Schließung der Heilig-Geist-Kirche vor vier Jahren an. Denn einige Dinge sind nicht von der Hand zu weisen: Die Mitgliederzahlen der katholischen Kirche sinken vor Ort. Die Gottesdienste sind immer schlechter be­sucht. Die Attraktivität, die die Insti­tution für die Jugend versprüht, hält sich in Grenzen. Das Geld wird knapp, das Personal noch knapper.

Angesichts dieser Entwicklungen sollten sich alle freuen, die ihren Kirchturm noch behalten, aber tunlichst die Chance nutzen, das Kir( turmdenken abzulegen. Nur, wen' die Katholiken in allen drei Städte zu einer Einheit werden, können die Gemeinden der Propstei das Ange• bot wenigstens teilweise aufrecht erhalten und sich für die Herausforderungen der Zukunft wappnen.

Für dieseDienste wird es eine Ausbildung und eine stete pastorale Begleitung geben. Und auch die vielen Gruppen, die in den einzelnen Gemeinden existieren und ohnehin schon durch das Ehrenamt getragen sind, werden Veränderungen erleben. Ohne die Identität der Gruppen aufzugeben, sollen diese sich zunehmend untereinander vernetzen, um die bestehenden Angebote so gut und so lange wie mö möglich aufrecht zu erhal­ten. Besondere Aufmerksamkeit erfährt dabei die Jugendarbeit, die zwar noch existiert, deren Zulauf aber auch durch Versäumnisse in der Vergangenheit bei Weitem nicht mehr so hoch ist, wie dies einmal war. Hier ruht die Hoffnung auch darauf, vom Innovationsfonds des Bistums Essen zu profitieren. Die genaue Ausgestaltung und die Aufgabenverteilung im Jugendbereich auf die Hauptamtlichen muss noch im Detail diskutiert werden. „Aus unserer Sicht kann es sich lohnen, in den Jugendbereich zu investieren. Die Rückmeldungen aus den Gemeinden fallen zumindest durchweg positiv aus", sagt Propst Norbert Dudek im Gespräch mit dieser Zeitung.

Kommunikation deutlich verbessern

In engem Zusammenhang damit steht auch das Vorhaben, den kom­pletten Kommunikationsbereich zu modernisieren und zu professiona­lisieren. ,Wir haben hier einen er­höhten Nachholbedarf", sagt Claudia Buskotte, Mitglied der Pastoral­konferenz, und Kirchenvorstand Peter Otto ergänzt: „Das ist ganz deutlich an der Homepage zu se­hen, die einer Modernisierung bedarf." Zum Teil, so erläutert Propst Norbert Dudek, finde man sich dort nur schwer zurecht, wisse auch durch unterschiedliche Gemeinde­briefe nicht, was in den Nachbarge­meinden passiert. Zudem - und spä­testens hier erfolgt der Brückenschlag zur Jugend - ist die katholische Kirche vor Ort in den sozialen Medien wie Facebook noch überhaupt nicht präsent. Vorstellbar ist es aus Sicht des Arbeitskreises Zukunft, dass dieser Komplex durch eine halbe Stelle abgedeckt wird

 

Ebenfalls aus dem Hauptamtlichen Bereich soll der Ehrenamtskoordinator kommen, dessen Position schon mächtig für Diskussionen gegesorgt hat. „Ganz klar' Dies ist - einene Kontrollinstanz. Der Koordinator ist jemand, der die Ehrenamtli­chen in ihren Bereichen fit für die Zu­kunft machen soll", sagt Propst Norbert Dudek. Dies impliziert bei­spielsweise Schulungen und Fortbil­dungen, aber auch Unterstützung in der täglichen Arbeit in zahlreichen Belangen.

Projekt bezogen arbeiten

Es sei eine Mammut Aufgabe; das alles zu stemmen denn die Ehrenamtlichen, die über Jahre und  Jahrzehnte hinweg ihr Amt ausüben, gibt es immer weniger. „Heute arbeiten die Leute deutlich Projekt bezogener", sagt Peter Otto.

 

Gedanken zum Sonntag
von Propst Norbert Dudek

Achtung: Keine Langeweile

Strukturdebatten sind für alle Nichtbeteiligten so ziemlich das Langweiligste, was man sich vorstellen kann. Für die Anderen können sie hingegen Emotion pur sein!

So interessiert die Gebühren­ordnung eines Kegelclubs sicher nur den Kegelclub. Oder wer in einer Nachbarschaft in Schwelm gerade Obernachbar ist, ist für jemand aus Gevelsberg eher gleichgültig. Für die Nachbarschaft selbst aber nicht Auch in der katholischen Kirche sind wir gerade bei einer Strukturdebatte. Wenn Sie nicht in der Kirche sind, dann ist Ihnen das wohl egal. Wenn man aber ein Kirchgebäude oder ein Gemeinde­zentrum mit vielen schönen Momenten verbindet, dann tut das schon weh, wenn es geschlossen werden muss. Ich habe das selbst intensiv erlebt, als in der Kapelle, in die ich in meiner Jugend zum Gottesdienst ging, ein letzter Gottesdienst gefeiert wurde

In der Kirche kennen wir also durchaus das Engagement mit viel Herzblut für interne Fragen, die für andere langweilig sind. Und wie überall kennen wir in der Kirche dabei sowohl begeisterte Euphorie, als auch Enttäuschungen, Streit und Versöhnung.

 Eigentlich ist das in jedem Leben so: Ein Streit, der für Außenstehende völlig belanglos ist, kann eine Familie enorm belasten. Manchmal zerbrechen dabei sicher geglaubte Verbindungen zu Angehörigen oder Freunden.

Oder wenn finanzielle Probleme auftauchen, können sogar die eigenen unsicher werden. Es gibt leider keinen Weg, sich dagegen in allen Fällen abzusichern. Und während andere dabei mit den Schultern zucken, bricht für jemand anders gerade eine Welt zusammen.

Wenn man an Gott glaubt, hat man dabei einen kleinen Vorteil: Christen glaube nämlich, dass letztlich nur Gott wirklich sicher ist Der Glaube an ihn kann zwar durchaus auf harte Proben gestellt werden. Manchmal ruckelt Gott unser Leben ganz schön durch. Vielleicht hilft das letztlich, ihm und nicht vergänglichen Gütern zu vertrauen. Gott selbst aber bleibt, und wenn Sie gerade selbst Stürme erleben, die andere nicht interessieren, dann stimmen Sie mir vielleicht zu:

Gott bleibt, und bleibt an meiner Seite. Oder anders gesagt:

Mit Gott an der Seite gibt es keine Langeweile!

Norbert Dudek - Propst an St Marien

 

„Ich habe Traurigkeit und auch Enttäuschung bemerkt.“
Propst Norbert Dudek über seine Eindrücke aus der Pfarrversammlung

von Andreas Gruber

Schwelm. 24. Juli Ein leichtes Raunen machte die Runde, als während der Pfarrversammlung in der Marien­kirche die künftige Gebäudebewirtschaftung zur Sprache kam. Die Propstei St. Marien will sich von einigen Häusern trennen, und das schmerzt viele Betroffene.

Knapp 200 Menschen waren der Einladung in die Marienkirche ge­folgt, in der die Propstei am Don­nerstagabend die Menschen über die vom Arbeitskreis Zukunft (AKZ) ausgearbeiteten Plär' e infor­mierte. "Wie soll Kirche 2030 sein?“ lautete die Ausgangsfrage, die per Beamer auf die Leinwand geworfen wurde. Antworten darauf lieferte das mehrseitige Papier, dass der AKZ in den vergangenen Mo­naten ausgearbeitet hatte und dass zusammengefasst als Konzept erst­mals öffentlich vorgestellt wurde.

Von einem neuen Leitbild war die Rede, vom Wir-Gefühl und wie man den Glauben künftig weiterge­ben möchte. Hoch gingen die Köp­fe aber vor allem bei einem Thema: Welche Gebäude bleiben bestehen, wo wird geschlossen und wer muss künftig wohin wechseln, um zum Gottesdienst zu gehen oder sich zu treffen.

Betroffen sind alle Städte

Die Pläne sind umfangreich und seien allesamt gut durchgerechnet, . hieß es. Betroffen sind alle Städte. Liebfrauen in Gevelsberg und St. Martin in Ennepetal werden aufge­geben, die italienische Mission muss für ihren Gottesdienst wieder nach St. Engelbert, und die kroati­sche Gemeinde wechselt nach Schwelm.

Dies sei der erste Entwurf für das Votum, das man im Herbst dem Bi­schof übermitteln möchte, war zu hören. Tatsächlich nur ein Entwurf oder doch schon abgemachte Sa­che? Diese Frage schwang mit in den Köpfen derer, die in den Bank­reihen saßen und erst einmal nur zu­hörten.

Felix Wortmann vom Ge­meinderat St. Marien fragte nach, ob es in der Pfarr­versammlung denn auch die Mög­lichkeit gebe, über einzelne Punkte zu diskutieren. Die gab es nicht. Stattdessen gab es die Möglichkeit, sich im An­schluss an die Konzept-Präsenta­tion in kleinen Arbeitsgruppen zu den verschiedenen Themenberei­chen einzubringen. Ideen und An­regungen wurden gesammelt und in Stichworten an große Stellwän­de gepinnt Die größte Gruppe war die zum Thema Gebäudekonzept. Propst Norbert Dudek sprach an­schließend von „vielen konstrukti­ven Rückmeldungen“. Man trage jetzt alle Hinweise zusammen und werde sie in den nächsten Tagen auswerten. Mit dem Ergebnis wer­de sich der Arbeitskreis Zukunft bei seinem nächsten Treffen am 13. Juli beschäftigen.

Dem Propst ist die Tragweite der Entscheidungen des Zukunftskon­zeptes und die Wirkung auf die Menschen, die damit verbunden ist, bewusst. Er habe am Donners­tag während der Pfarrversamm­lung „Traurigkeit und auch Enttäu­schung bemerkt“, erklärte Norbert Dudek. Dass ihm das für jeden ein­zelnen persönlich leid tue, hatte er zuvor im Gespräch mit unserer Re­daktion zum Ausdruck gebracht

 
Propstei St. Marien vor harten Einschnitten
Schwelm, den 23.Juni 2017

ERGEBNISSE DES ARBEITSKREISES ZUKUNFT BEDEUTEN VIELE VERÄNDERUNGEN IN ALLEN DREI STÄDTE
von Stefan Scherer
Schwelm/Gevelsberg/Ennepetal.  

Die Prognosen sahen seit Jahren düster aus, doch jetzt wo sie Realität zu werden drohen, wird vielen erst bewusst, dass der heftigste Einschnitt in die Institution der Katholischen Kirche bevorsteht. „Das wird ein echter Brocken und es tut mir unendlich leid für jeden Einzelnen, der am Ende auf etwas verzichten muss", sagt Propst Norbert Dudek.

Pfarreientwicklungsprozess

Was der Propst damit meint, ist der Pfarrentwicklungsprozess und das Ergebnis einer mehrmonatigen Aufarbeitung des Bestandes, was in der Propstei möglich ist, was nicht mehr möglich ist, und wie sich der katholische Verbund in allen drei Städten aufstellen muss, um den selbst gesteckten Aufgaben und dem eigenen Anspruch einer lebendigen Kirche vor Ort in Zukunft weiter gerecht zu werden. Wie soll Kirche 2030 sein, lautete die Ausgangsfrage. Der erste konkrete Entwurf dazu wurde am Donnerstagabend in der Marienkirche in Schwelm vor- und zur Diskussion gestellt. Für viele Katholiken bedeutet es einen Abschied liebgewonnener Institutionen.

Die Gevelsberger Liebefrauen- Kirche wird geschlossen, die kroatische Gemeinde voll St. Martin am Büttenberg nach Schwelm umsiedeln müssen, wo nach der Schließung von Heilig Geist mit St. Marien ohnehin nur noch eine Katholische Kirche in Betrieb ist. „Da haben wir Glück, dass wir das ehemalige Haus der Familie noch haben, sagt Propst Dudek. Dort werden zudem eventueil die Caritas Hagen einziehen sowie Mietwohnungen entstehen. Der Kindergarten am Büttenberg bleibt, der Rest wird verkauft.

Das Kirchenschiff von Herz Jesu wird zu altengerechten Wohnungen umgebaut, die Gottesdienste sollen fortan in der evangelischen Kirche stattfinden. St. Johann Baptist? Das Gebäude ist denkmalgeschützt und soll gehalten werden.

„Zusagen, die über die nächsten zehn Jahre hinaus gehen, kann ich aber nicht geben", sagt der Propst, der zumindest davon ausgeht, dass das ehemalige Pfarrhaus verkauft wird.

Läuft es ganz schlecht, steht er in zehn Jahren ohnehin mit Ausnahme der italienischen und der kroatischen Gemeinde   -  als letzter fest angestellter katholischer Geistlicher für den Südkreis bereit. Ob auf Kaplan Christoph Werecki noch mal jemand folgt, darf bei nur noch einem geweihten Priester pro Jahr im Ruhrbistum Essen bezweifelt werden.

Pastor Martin Steis und Diakon Michael Nieder werden in absehbarer Zeit auch in Rente gehen. Die Pfarrer in Rente Odenwald, Bauer, Janousek sind aktuell wichtige Stützen der geistlichen Arbeit.

Wie lange sie jedoch noch in diesem Maße zur Verfügung stehen, kann höchstens geschätzt werden. Es wird wohl darauf hinauslaufen,  dass noch mehr Verantwortung auf den Ehrenamtlichen lastet. Die müssen sich nun relativ kurzfristig ohne hin in vollkommen neuen Strukturen zurechtfinden.

 
Weder Luftschloss noch Pastoralpoesie

Von Andreas Gruber

Schwelm. Weniger Gottesdienstbe­sucher, steigende Aufwendungen für die Kirchengebäude und fürs Personal und mit einer christlichen Aufgabe und sozialer Verantwor­tung betraut, die angesichts der Um­stände immer komplizierter und an­spruchsvoller wird: Die Propstei St. Marien steht vor gewaltigen Verän­derungen.

Vor drei Jahren wurde mit der Gründung des Arbeitskrei­ses Zukunft der so genannte Pfarrei­entwicklungsprozess hier vor Ort angestoßen. Das Ergebnis dieses Prozesses, ein erster konkreter Ent­wurf, wie und was die Propstei in Zukunft sein soll, wurde während der Pfarrversammlung am Donners­tagabend vorgestellt.

Arbeitskreis mit fünf Arbeitsgruppen

Ehrlich, mitunter schonungslos, gleichzeitig Hoffnung machend und mit einem klaren Blick voraus fiel das Ergebnis aus, das vom Arbeitskreis Zukunft und seinen fünf Arbeitsgruppen in den zurück­liegenden Monaten mühevoll er­arbeitet und am Donnerstag in der Marienkirche vor- und zur Diskus­sion gestellt wurde. Man habe für die Propstei ein Konzept entwi­ckeln wollen, eines, das dem aktuel­len Gemeindeleben in seiner gan­zen Lebendigkeit gerecht werde. Es sei weder Luftschloss noch „Pasto- ralpoesie“, wie es in dem Entwurf des Votums fürs Bistum hieß.

Ziel sei vielmehr ein tragfähiges, umsetz­bares Konzept, wie die Pfarrei mit ihren fünf Gemeinden in Zukunft weiter nah an den Menschen blei­ben kann, ohne ihre eigentliche Auf­gabe, die Vermittlung des Glaubens und die seelsorgerische Begleitung der Menschen, zu vernachlässigen. Dass dies in den vergangenen Jah­ren immer schwieriger wurde, bis­weilen nicht mehr gelang, wie man es sich wünschte, klang an mehre­ren Stellen des Entwurfes heraus. Doch die Propstei St. Marien steht damit nicht alleine da. Von der Ent­wicklung sind mehr oder minder al­le Gemeinden im Land betroffen. Dies führte auch zum Umdenken und Umlenken im Bistum Essen.

Mit dem Zukunftskonzept wolle man versuchen, hieß es, „eine Ant­wort darauf zu geben, wie wir im großen Zusammenhang mit dezent­raler Vielfalt der Propstei füreinan­der da sein wollen“. Kernaufgabe bleibt dabei die Verkündung der christlichen Botschaft und das Le­ben als christliche Gemeinschaft.

Der Zukunftsentwurf ist gleichzei­tig aber auch ein klares Bekenntnis zur jungen Propstei: „Die Vielfalt unserer fünf Gemeinden in den drei Städten und deren Menschen ist nicht Last, sondern Bereicherung". Daher soll es auch in Zukunft in je­der Stadt mindestens eine katholi­sche Kirche geben und dezentrale Glaubensfeiem sowie kirchliches Leben möglich sein.

Doch vieles wird sich ändern müssen. In Zukunft werde nicht mehr alles überall möglich sein, nicht mehr alle Gruppen werden in Kirchengebäuden unterkommen können, hieß es. Es gelte, die Kräfte in den fünf Gemeinden zu bündeln und miteinander zu vernetzen. Da­bei soll die Vernetzung nicht nur bei den katholischen Gemeinden und Gruppierungen untereinander aus­gebaut werden, sondern auch mit Blick auf die Ökumene und andere Kooperationspartner.

Die Bedeutung der Ehrenämter wird angesichts rückläufig Zahlen bei den Hauptamtlichen in den nächsten Jahren deutlich zunehmen (müssen). Sie sollen gut und qualifiziert begleitet werden betont der Arbeitskreis in seinem 15seitigen Papier.

Spezielle Angebote für Zielgruppen

Bei Beerdigungen beispielswe sollen in Zukunft nicht immer Priester oder Diakon dabei sein, sondern verstärkt ehrenamtliche Begräbnisleiter. Dies gilt auch Gottesdienste in nicht konfessionellen Altenheimen, die nicht nur von hauptamtlichen Seelsorgen geleitet werden könnten. Generell werde nicht mehr bei jedem geistlichen Angebot ein Seelsorger dabei sein können.

Angesichts schwindender Gemeindemitglieder und Gottesdienst­besucher will die Propstei St. Mari­en in Zukunft mit speziellen Ange­boten neue Zielgruppen anspre­chen. Das könnte so etwas wie der Gottesdienst für Liebende am Va­lentinstag 2017 sein. Gedacht ist auch Jugend-gottesdienste sowie an Kleinkindergottesdienste in allen Kirchen. Weiter heißt es in dem Vo­tums-Entwurf des AK Zukunft: „Wir entwickeln Angebote etwa für Al­leinerziehende, Trauernde, junge Paare und Jugendliche, ohne von ih­nen direkt zu erwarten, sich ihrer­seits in die Gemeinde einzubrin­gen.“

Ausbauen will man auch die An­gebote für den Wiedereintritt in die Kirche, bei Erwachsenentaufen oder in Notsituationen. „Diese An­gebote laufen aktuell eher neben­her“, lautete die ehrliche Einschät­zung des Arbeitskreises. Gedacht ist an gezielte glaubensweckende und -stärkende Angebote.

 Weil dies al­les öffentlich vermittelt sein will, sollte die Propstei in Zukunft ihre Öffentlichkeitsarbeit verstärken, empfiehlt der Arbeitskreis. Dies gel­te auch für den Online-Auftritt.

 
Fronleichnam

WR 16.Juni 2017

 

Gemeindefest in St. Marien

Viel Programm bei gutem Wetter

WAP ON SVENJA KRUSE
16.Juni 2017

SCHWELM. Ein buntes Treiben rund um die Kirche und das Pfarrhaus: Der Gemeinderat St. Marien hatte zum großen Gemeindefest mit allerlei Musik, kulinarischen Leckereien, Spiel und Spaß eingeladen.

Der Auftakt des Festes stand ganz im Zeichen der Kinder: Auf der großen Wiese warteten eine kleine Hüpf-burg, die beliebte Rollenrut­sche und allerlei Spiele auf die jüngsten Besucher, während Mama, Papa und Großeltern sich am reichhaltigen Kuchenbuffet, den köstlichen Waffeln und erfrischen­dem Conti-Eis erfreuten.

Nach der Messe am frühen Abend, die die Schola Cantorum musikalisch begleitete, sorgte die Schwelmer Kultband „Sixpack“ für Tanz und Unterhaltung hinter der Kirche. Und nachdem am Nachmittag bereits allerlei süße Naschereien im Angebot waren, hatten die Organisatoren für die Abendstunden leckere Ofenkartoffeln vorbereitet, die bei Junge und Alt „ziemlich gut angekommen sind“, freute sich Mitorganisator Matthias Braun.

Der Sonntag startete traditionell mit einer großen Familienmesse, dem Kinder- und Spatzenchor, ehe die Gemeinde im Anschluss das bunte Treiben auf dem Kirchengelände genoss. Auch hier hielt das Programm einiges bereit. Neben den Spielangeboten für Kinder, den zahlreichen süßen und herzhaften Leckereien, warteten am Nachmittag einige musikalische Akteure auf die Besucher: Neben dem Schulorchester der katholischen Grundschule präsentierte auch der Schulchor unter der Leitung von Küster Michael Schmidt ein kleines Potpour­ri ausgewählter Stücke.

Die Viertklässlerlnnen bereicherten das Fest zum Ende mit ihrer musikalischen Darbietung nach der afrikanischen Geschichte „Tuishi Pamoja“- eine Freundschaft in der Savanne. Eine Thematik, die auch im Alltag Einfluss findet, die Auseinandersetzung von Giraffen und Zebras er­zählte und wie diese ihre Vor­urteile überwinden konnten.

Als es schließlich zur Auslosung der großen Sondertombola kam, stieg die Spannung unter den Besuchern noch einmal etwas an, schließlich warteten attraktive Preise wie ein Flachbild- TV ein DVD - Player, Internetradio und vieles mehr auf die Gewinner...

 

Zwei Tage Gemeindefest rund um den Kirchturm

St. Marien mit Tag der offenen Tür im Kindergarte
n

Von Laura Dicke

WR Schwelm.

In der Innenstadt war am Wochenende ganz schön was los: Folklorefest, Altstadtfest und zu guter Letzt feierte die Propsteigemein­de St. Marien ihr zweitägiges Gemeindefest in und um die katholi­schen Kirche.

Eingeleitet wurde das Fest wie je­des Jahr durch die Kirchenglocken und von da an herrschte buntes Treiben hinter dem Pfarrhaus. Besonders im Prälatengarten konnten sich die Kinder auf der Hüpfburg und auf der Rollenrutsche voll aus­toben. Gemeinderatsvorsitzender Heinz-Georg Thier gab einen kurzen Überblick über die verschiedenen Angebote, die von der gesamten Gemeinde und ihren verschiedenen Gruppen geplant wurden. „Die Kinder kommen dieses Jahr wieder voll auf ihre Kosten. Für Essen, Hinken und Unterhaltung haben wir gesorgt“, berichtete Thier. Am Grillstand gab es deftiges Essen und wer es etwas süßer mochte, konnte frischen Kuchen wählen. Bei dem sonnigen Wetter durfte auch eine Erfrischung am Getränkestand nicht fehlen. In der Zwischenzeit rösteten die Kinder gemeinsam mit den Pfadfindern Stockbrot über einem offe­nen Feuer oder konnten sich schminken lassen.

Kindergarten präsentiert sich

Nur ein paar Meter weiter hatte der Kindergarten St. Marien seinen Tag der offenen Tür, der mit dem Gemeindefest verbunden wurde. Die verschiedenen Kooperationspartner des Kindergartens, darunter der Kinderschutzbund oder die Grundschulen, standen mit Informationen für Eltern bereit und auch die pädagogischen Mitarbeiter der Einrichtung waren für alle Fragen offen. „In den letzten Wochen beschäftigten wir uns unter dem Motto "Fair Kita" mit fairem Handel und fairer Schokolade“, erzählte Erzieherin Nina Mustert. Bilder und Ergebnisse wurden um Samstag dazu ausgestellt und es gab fäire Schokolade zum Verköstigen. Zudem lockten das Kasperle mit zwei Aufführungen und eine kleine Bastelaktion viele Kinder in die Einrichtung.

Die gemeinsame Zeit im Beisammensein stand auch beim diesjährigen Gemeindefest wieder voll im Fokus. „Trotz der vielen Feste an diesem Wochenende in Schwelm ist unser Fest sehr gut besucht“, resümierte Heinz-Georg Thier. Am Abend ging es dann gemeinsam in die Junge Messe. Für den Extraschwung am Abend sorgte anschließend die Band Six - Pack mit feinster Rockmusik. Da schwangen Groß und Klein ordentlich die Hüften und tanzten ausgelassen vor der Bühne.

Und wer am Samstag noch nicht genug bekommen hatte, der konnte am Sonntag wieder kommen, denn das Fest erstreckte sich über zwei Tage. Der Sonntag startete um 11 Uhr mit der großen Familienmesse, die von der Kita St. Marien und Kita Heilig Geist und dem Kinder- und Spatzenchor musikalisch gestaltet wurde. Auch das Schulorchester der Katholischen Grundschule St. Marien trug mit zur Gestaltung des Gottesdienstes bei. Ansonsten ging es den weiteren Sonntag ähnlich bunt zu wie am Vortag.

Zum Ende des Nachmittags fand schließlich noch die große Tombolaziehung statt. Zu gewinnen gab es unter anderem einen Fernseher und viele andere Preise, die von Sponsoren gestiftet worden waren.

 

Vom Schwelmer Seniorenstift auf die große Leinwand

Roter Teppich für die Bewohner des Seniorenstiftes: Auf die Filmvorführung im Schwelmer Kino freuen
sich auch Jutta Stein (Mitte) und ihre Tochter (dahinter). Die 88-Jährige spielt in dem Film eine Empfangsdame

Schwelm.  Die 88-jährige Jutta Stein aus dem Seniorenstift St. Marien spielt im Film „Frau Schnipplers unglaubliche Reise zum Meer eine Empfangsdame.

Was wäre wenn Menschen keine Träume, Sehnsüchte und Leidenschaften hätten? Dann könnte der wunderbare Kinofilm „Frau Schnipplers unglaubliche Reise zum Meer“ nicht existieren.

Heinz Jürgen Heiske, Geschäftsführer der Contilia Gruppe für die Geschäftsstelle Pflege und Betreuung hatte schon seit Langem den Traum, einen Film von Senioren für Senioren zu drehen. Dieser Traum wurde zusammen mit dem Regisseur Orlando Klaus, dem Filmteam und den betagten Darstellern der zwölf Contilia Seniorenstifte verwirklicht. Aus dem Seniorenstift St. Marien spielte die 88-jährige Jutta Stein im Film eine Empfangsdame.

Roadmovie voller skurriler Szenen

Doch zurück zum Anfang, wie alles begann. Orlando Klaus ließ die Geschichte des Films nach vielen Castings und Interviews mit den Bewohnern entstehen. Die Bewohner erzählten von ihren Sehnsüchten und Wünschen: „Einmal ein Kleid wie Sissi zu tragen, im Oldtimer zu fahren, in einem Tanzlokal zu tanzen wie früher, und noch einmal ans Meer zu reisen.“ So flossen die Träume der einzelnen Darsteller in den Film „Frau Schnipplers unglaubliche Reise zum Meer“ ein. Die Geschichte ist kurz erzählt: Frau Schnippler lebt in einem Seniorenstift und hört ihre Tochter eines Tages sagen: „Die Oma ist schon so alt, die hat keine Wünsche mehr.“ Da macht sich auf Schnippler auf den Weg zum Meer... Der Film ist ein spannender Roadmovie, voller skurriler Szenen, Überraschungen und schräger Komik.

Selbst die Filmmusik zu einer Tanzszene wurde durch die hauseigenen Chöre der „Schwelmer Marienspatzen“ aus dem Seniorenstift St. Marien und der „Poeten Kehlchen“ aus dem Seniorenstift Haus Maria Frieden in Gevelsberg eingesungen.

Die Filmpremiere fand im April 2017 in der Lichtburg in Essen mit mehr als 1000 geladenen Gästen statt. Weil auch die Bewohner aus dem Seniorenstift St. Marien, ihre Angehörigen, Mitarbeiter, Ehrenamtliche und Freunde des Hauses die Möglichkeit erhalten sollten, diesen Film im Kino zu sehen, wurde am Sonntag das Kino in Schwelm angemietet. 45 Bewohnern und 150 Gäste, darunter natürlich die Hauptperson, Darstellerin Jutta Stein, gingen zunächst über einen roten Teppich ins Kino.

Die Lichtburg im Kinocenter Schwelm war komplett besetzt. Einrichtungsleiterin Bettina Spitz begrüßte die Gäste und berichtete von den aufregenden Dreharbeiten im Ruhrgebiet und an der Nordsee, die etwa ein Jahr dauerten. Die stellvertretende Bürgermeisterin Christiane Sartor fand lobende Worte für dieses großartige und ungewöhnliche Projekt.

Begeisterter Applaus

Mucksmäuschen still war es während der Vorführung im Saal und am Ende des Films spendete das Publikum begeisterten Applaus, besonders auch für Jutta Stein. Im Anschluss waren alle Gäste zu einem Glas Sekt und einem kleinen Imbiss eingeladen.

 

Propstei St. Marien bekommt neue Gottesdienstordnung
Ab 15. Juli tritt Regelung in Kraft. Sie ist ausgerichtet auf zwei Priester im aktiven Dienst

Schwelm. Im Juni 2016 hat der Pfarr­gemeinderat die Mitglieder der Propstei in den drei Städten Schwelm, Gevelsberg und Ennepe­tal gebeten, Vorschläge für eine Got­tesdienstordnung mit weniger Pries­tern zu machen. Rund 25 Vorschläge sind eingegangen. Diese wurden ge­bündelt und mit den verschiedenen Gremien in der katholischen Props­tei St. Marien diskutiert. Viele Ge­meindemitglieder konnten sich so an diesem Prozess beteiligen.

Start mit Ferienbeginn

Ab 15. Juli 2017 (Ferienbeginn) soll nun diese neue Gottesdienstord­nung in Kraft treten. Sie ist ausge­richtet auf zwei Priester im aktiven Dienst. Mit Hilfe der Priester im Ru­hestand und im besonderen Dienst und eventuell neu in den EN-Süd- kreis kommende Priestern wird es allerdings länger möglich sein, Über­gangslösungen zu belassen und für weiteren Gottesdienste (z.B. Taufen, Hochzeiten, Beisetzungen) Kapazi­täten zu haben.

Außerdem wird es auch weiterhin Gottesdienste, Andachten und Ge­betszeiten geben, die von haupt- oder ehrenamtlichen Wortgottes-

dienstleitem geleitet werden. Zu künftig immer häufiger werden woh auch Beerdigungen nicht mehr in je dem Fall von einem Priester begleite werden können. Wie in vielen Län dem und Pfarreien üblich wird es da für in Schwelm, Gevelsberg und Ennepetal mehr und mehr ausgebil dete ehren- oder hauptamtliche Kräfte geben.

Das ändert sich

Was wird sich nun mit der neuen Gottesdienstordnung genau än dem? Einige Werktagsgottesdienste werden wegfallen oder verschoben. Weiter wird in Ennepetal-Voerde die Messe am Samstag Abend 18 Uhr entfallen und in Schwelm die frühe Messe am Sonntag Morgen um 8.30 Uhr. Die 11-Uhr-Messe in Schwelm rutscht auf 11.15 Uhr. Die 10.30- Uhr-Messe in Gevelsberg wird ver­legt auf 9.30 Uhr.

Genaues kann man erfahren auf der Homepage der Propstei St. Marien unter
www.propstei-marien.de
.
Außerdem informiert die Propstei darüber in ihren Veröffentlichungen und selbstverständlich auch in Aushängen
.

 
Freiwillig in St. Marien

Schwelm 27.Mai 22017
Das ist der Name einer neuen Ehren­amtsbroschüre, die die katholische Propstei St. Marien Schwelm - Ge­velsberg - Ennepetal seit Ende April in den Gemeinden vorstellt. Wäh­rend sich bundesweit immer mehr Freiwillige für projektbezogene Arbeit fänden, gehe die Zahl der Eh­renamtlichen in der Kirche zurück. „Dabei ist Kirche schon immer auf das Ehrenamt ausgelegt“, erklärt Claudia Buskotte, Pastoralreferen­tin in der Propstei St. Marien.

Pfarrei will Koordinator einstellen

Um diesem Trend entgegen zu wir­ken und vor allem um zu zeigen, wo man sich in der Pfarrei freiwillig en­gagieren kann, hat die Pastoralrefe­rentin gemeinsam mit Christoph Werecki, Kaplan in der Propstei und Claudia Wittwer, die selbst seit Jah­ren ehrenamtlich engagiert ist, die Ehrenamtsbroschüre „Freiwillig in St. Marien“ erarbeitet. „Das ist eine Broschüre für Ehrenamtliche und solche, die es werden wollen“, sagt Werecki.

Um die Erfordernisse und Anfor­derungen an das Ehrenamt kennenzulemen, haben die drei im vergan­genen Jahr eine Ausbildung zum Eh­renamtskoordinator gemacht. Orga­nisiert wurden die Kurse vom Bis­tum Essen. Für die Propstei ist die Broschüre, die 50 Angebote beinhal­tet, Neuland. Wir wollten die Ehren­amtlichen, die jetzt schon da sind, begleiten und unterstützen“, betont Werecki.

Gleichzeitig wolle man für neue Ehrenamtliche werben. Um best­möglich zu erklären, was man für das jeweilige Ehrenamt benötigt und um welche Arbeit es geht, hat das handliche Heft eine Legende mit Symbolen, die sich herausklappen lässt und an jedes einzelne Angebot angelegt werden kann. „So sieht man auf den ersten Blick, was man für das jeweilige Ehrenamt mitbrin­gen sollte“, sagt Claudia Wittwer, die im Pfarrgemeinderat tätig ist. Diese Broschüre sei der erste wichtige Schritt. „Im zweiten Schritt wollen wir einen Ehrenamtskoordinator in der Pfarrei einstellen, der als An­sprechpartner für die Ehrenamtli­chen fungiert, berät und unterstützt und vor allem für Neulinge da ist, um sie in das Angebot einzuführen“, sagt Buskotte. „Eine Seite im Heft ist mit Fragezeichen versehen - für all diejenigen, die eigene Ideen Umset­zen wollen.“

Die Broschüre ist in allen katholi­schen Kirchen, in Schwelm bei Kamp, Köndgen und der Sparkasse und in Ennepetal i

 

Wir gingen zur ersten hl. Kommunion

Diese Kinder  treten in unserer Gemeinde zum ersten Mal zum Tisch des Herrn:

Erstkommunionfeier 07. Mai 2017

Nevio Leonardo Almeida Rosa * Karolin Emilia Donocik *
Marie Luise Kabela * Emelie Neutenkötter * May Plavcic *
Yuna Tran * Carolin Voß

Katechetinen: Frau Mattausch, Frau Neutenkötter

Mia Bochynek * Alina Dinklage * Janice Hahn
Emilia-Sophie Göhlich * Antonio Greco * Joshua Gries
Justus Ruben Jäger * Rohith Partheepan * Diana Perkovic

Katechetinnen: Frau Hahn, Frau Perkovic

 

 

Erstkommunionfeier 14. Mai 2017

Laurenz Althoetmar * Fabienne Bartel * Julio Gil Zapata
Frida Kindel * Helen Mebus * Adrian Romaschow
Fiona Spoerer * Jan-Maikel Velthuis * Nick-Jaron Velthuis
Kevin Weigand * Helena Emilia Wirth

Katechetin: Frau Schweser

Rainer Berg * Niklas Bilecki * Laura Brill *Lorena Gehle
Lennard Haim * Clemens Heinz * Alysha Chantal Orlik
Giuseppe Orsogna * Fee Sophie Mia Wachtfeitl * Dustin Wilke

Katechetinnen: Frau Heinz, Frau Pöppelmeyer

Wir heißen die Kommunionkinder in der Eucharistiegemeinschaft  unserer Gemeinde herzlich Willkommen und gratulieren ihnen
und ihren Eltern herzlich! Herzlich danken wir auch den Katechetinnen, die unter der Leitung von Frau Maria Rüther die Kinder auf dem Weg
zur Erstkommunion begleitet haben, für ihren Einsatz und ihr Glaubenszeugnis.

 

Westfälische Rundschau

Donnerstag, 18. Mai 2017

Peter Jennemann räumt auf

in einer der oberen Etagen des Kolpinghauses gibt es das Josefszimmer. In ihm lagert ein Schatz. Wer jetzt an Gold und Edelsteine denkt, der ist auf dem Holzweg. Es sind keine materiellen Werte, die dort zu finden sind, sondern eher histo­rische: alte Fotos, Dokumente, entwertete Sparbücher und Protokollbücher aus den An­fängen der 1862 gegründeten Kolpingfamilie Schwelm. Bei Peter Jennemann ist der Schatz in guten Händen.

Der Pensionär, der einst im Rettungsdienst Leben rettete, rettet nun die historischen Schätze vor dem Vergessen, indem er Ordnung in die Archivalien bringt. Auch das ist ehrenamtliches Engagement.        

 

FOTO: BERND RICHTER

 
Wie ist ein Glaubensbekenntnis?
Teilnehmer der Kinderkartage in St. Marien halten Gedanken schriftlich fest

Schwelm
yon Katrin Böcker

Die Kinderkartage der Propstei St. Marien sind mittlerweile ein Selbstläufen. Längst ist es zur Tradition geworden, dass die jüngsten Gemeindemitglieder vor Ostern im Jugendheim zusammen kommen,
 um zu singen, zu basteln und spielerisch etwas über den Glauben zu lernen. Die jüngsten der Kinder sind Erstklässler, sechs Jahre alt, die ältesten elf Jahre. Viele kommen jedes Jahr - und wenn
sie langsam aus dementsprechenden Alter herauswachsen, zwölf, 13,14 werden, helfen sie häufig als Mitarbeiter tatkräftig mit. Mit 32 Anmeldungen waren die Tage auch in diesem Jahr erneut restlos
aus gebucht.

Kreativangebote zu Ostern

Das Team um Gemeindereferentin Maria Rüther hatte sich einiges einfallen lassen. Allen voran gab es viele Kreativangebote rund ums Thema Ostern: Osterkerzen verzieren, Kreuze aus Knetmasse
 formen und Filz-Eier basteln. Darüber hinaus konnten die Kinder bei einem Barfußparcours mit verbundenen Augen ihren Tastsinn prüfen. Geführt von einem Partner ging es vorsichtig über Holz und Laub, Moos,
Sägespäne, Tannenzweige und schließlich ins Wasser. An jeder Station galt es zu überlegen: Worauf stehe ich eigentlich gerade?

 

Das übergeordnete Thema der Kartage war in diesem Jahr das Glaubensbekenntnis - ein für Kinder schwieriger Text, der für das Christentum aber eine zentrale Rolle spielt, wie Maria Rüther erläuterte:

„Das Glaubensbekenntnis ist letztlich der Text, der alle Christen verbindet, in dem alle wichtigen Inhalte stehen.“ Im Rahmen der Kartage sollte das Glaubensbekenntnis so erklärt werden, dass es für
Kinder verständlich wird. Dazu führten die Mitarbeiter jeden Tag ein kurzes Theaterstück auf, mithilfe dessen den jungen Teilnehmern gezeigt werden sollte, wie Gott eigentlich ist, Unter anderem war

dabei die Erzählung vom barmherzigen Vater The-ma. Abgerundet wurde das Programm durch Lieder wie „Du hast uns deine Welt geschenkt“. Schließlich waren die jungen Teilnehmer auch selbst gefragt: Was glauben sie selbst - wie ist Gott? Und was gehört ihrer Ansicht nach in ein Glaubensbekenntnis hinein? Die Antworten wurden in ein Heft eingetragen, das am Ende jeder mit nach Hause nehmen konnte - so konnte jedes Kindseinen individuellen Zugang zum Glauben festhalten.

 

Palmsonntag - Schwelmer sollen auch im Alltag zum Glauben stehen

Von Laura Dicke
Schwelm.  

Vor Beginn der Karwoche: Mit Palmweihe und kleiner Prozession feiert die Propsteigmeinde St. Marien den Palmsonntag.

Mit der traditionellen Palmweihe und einem kurzen Prozessionszug in die Kirche feierte die Propsteigemeinde St. Marien den Palmsonntag. Gemeinsam mit dem Kinder- und Spatzenchor sowie den Marienkäfern der Kita St. Marien wurde eine große Familienmesse gestaltet, um dem Einzug Jesu Christi nach Jerusalem zu gedenken.

Der Gottesdienst begann traditionell außerhalb der Kirche vor dem Pfarrhaus. Die Kinder hatten zuvor bereits kleine Palmsträucher gebastelt und mit bunten Bändern geschmückt, die sie nun feierlich in die Höhe hielten. Propst em. Heinz Ditmar Janousek segnete die Palmsträucher mit Gebet und Weihrauch und besprengte sie mit Weihwasser. Gemeinsam wurde das erste Lied „Singt dem König Freudenpsalmen“ gesungen, bevor alle in die Kirche einzogen. Mit dem von Palmzweigen geschmückten Prozessionskreuz vorab und im Wechselgesang gingen die Geistlichen bei einer kleinen Prozession vom Pfarrsaal in die Kirche.

Passionsgeschichte vorgetragen

Beim festlichen Gottesdienst lauschten dann Groß und Klein aufmerksam der Passionsgeschichte Jesu aus dem Evangelium. Durch viele Bilder und eine kindgerechten Erzählung konnten auch die Kleinsten die Leidensgeschichte und den Verrat an Jesus durch Judas verstehen. Heinz Ditmar Janousek rief dazu auf, auch im Alltag zu seinem Glauben zu stehen und den Glauben nicht zu verraten, so wie es Judas tat. „Wir freuen uns heute, haben Jubellieder gesungen und Palmen geschmückt, doch bekennen wir uns auch im Alltag als Gläubige?“, hinterfragte er. Mit den Worten „Ich möchte, dass wir immer Jesus-Fans sind“, gab Janousek schließlich ein klares „Ja“ zum Glauben und auch zu Jesus.

Zwischendurch sang der Kinder- und Spatzenchor Lieder zum Palmsonntag, darunter auch das bekannte Lied „Jesu zieht in Jerusalem ein“. Alle Kinder sangen laut und voller Freude mit und wedelten mit ihren Palmsträuchern. Auch ein paar Fürbitten hatten die Kleinen vorbereitet, die anschließend von einigen Mädchen gemeinsam mit Propst em. Janousek vorgetragen wurden. Der Gottesdienst endete mit einem gemeinsamen Gebet. Anschließend trafen sich die Gläubigen zum gemeinsamen Fastenessen im Pfarrsaal.

Mit der Palmweihe und der Palmprozession am Palmsonntag wird dem Einzug Jesu Christi nach Jerusalem gedacht, bei dem ihm das Volk mit Palmsträuchern zuwinkte und ihn als Messias huldigte. Außerdem ist der Palmsonntag im katholischen Glauben der Auftakt der Karwoche, auch Heilige Woche genannt. Diese beginnt nach dem Palmsonntag, schließt Karfreitag und Gründonnerstag ein und endet mit dem Karsamstag. In der Osterzeit wird dem letzten Abendmahl, dem Kreuzestod und der Auferstehung Jesu gedacht.

 

Winfried Odenwald ist auch mit 86 Jahren noch nicht im Ruhestand

Bild: Pfarrer Winfried Odenwald (Mitte) beim Festgottesdienst in der Marienkirche im Kreise seiner Priesterkollegen.

Schwelm

Winfried Odenwald war viele Jahre Pfarrer in St. Engelbert Gevelsberg und feierte nun sein 60-jähriges Priesterjubiläum.
Es heißt „Diamanten entstehen unter Druck“, doch das trifft nicht auf alle zu. Winfried Odenwald, der seit mittlerweile 60 Jahren katholischer Priester aus Überzeugung ist, feiert in diesem Jahr sein diamantenes Priesterjubiläum. Anlässlich seines Ehrentags kamen zahlreiche Gemeindemitglieder in der Propsteikirche St. Marien zusammen, um diesen gemeinsam mit dem Jubilar
zu zelebrieren

 

 

Eltern und Kinder Hand in Hand

120 junge und erwachsene Teilnehmer beim Familientag in St. Marien
Von Celine Padberg

Schwelm. Sätze wie „Ich bin ein Schaf“ - „Und ich bin eine Maus“ waren beim Familientag der katholi­schen Kirche St. Marien keine Sel­tenheit. Unter dem Motto „Ferien auf dem Bauernhof“ wurde dieser Tag begangen. Bereits zum neunten Mal führt der Gemeinderat diese jährliche Aktion für Eltern und Kin­der im Alter zwischen drei und acht Jahren durch, damit diese gemein­sam Zeit miteinander verbringen können.

Familiengottesdienst und Brunch

Der Tag wurde mit einem Familien­gottesdienst und einem Brunch ein- geleitet, an dem etwa 120 Personen teilnahmen, eingeleitet. Anschlie­ßend wurden die Teilnehmer in ver­schiedene Gruppen eingeteilt, in denen sie dem ihnen zugeteilten Tier verkleideten. „Das ist das Schöne da­ran - Eltern und Kinder machen ge­meinsam etwas“, so Hauptorganisa­torin Elisabeth Thier.
Besonders froh ist sie über die etwa 30 ehren­amtlichen Helfer, die dafür sorgten, dass alles glatt lief. Unter anderem organisierten diese Kaffee und Ku­chen oder leiteten die einzelnen Gruppen.
Nachdem die einzelnen Gruppen fertig waren mit der Vorbereitung,wurden die Ergebnisse präsentiert. Ob mit einem Tanz oder einem klei­nen Theaterspiel, die Kinder und Er­wachsenen präsentierten ihre Tiere. Dabei kam sehr gute Stimmung auf, vor allem als dann eine Bauemhof­party angesagt war, bei der alle mittanzen durften.

 

Schwelmer Prinzentitel bleibt in der Familie

Schwelm.
von Fabian Vogel

 

Das neue Schwelmer Prinzenpaar Kerstin und Fabian Hartje (vorne links) bei der Proklamation. Links im Hintergrund ihre Vorgänger Stefanie Helsper und Julius Hartje (rechts daneben)

Foto: Fabian Vogel

 


Kerstin und Fabian Hartje sind das neue Schwelmer Prinzenpaar. Sie folgen auf Julius Hartje und dessen Lebensgefährtin Stefanie Helsper.

Die berühmt berüchtigte Rakete wurde gleich mehrfach von den Mitgliedern der Kolpingsfamilie bei der Proklamation des neuen Prinzenpaars gestartet. Selbstverständlich auch für das neue Paar, dass am Freitagabend im Kolpinghaus bekannt gegeben wurde. Der Thron ist zwar keine Erbmonarchie im eigentlichen Sinne, in diesem Jahr bleibt er allerdings in der Familie Hartje. Kerstin und Fabian übernehmen die Geschäfte, nachdem im letzten Jahr der kleine Bruder von Fabian, Julius Hartje, mit seiner Partnerin Stefanie Helsper, das Zepter in der Hand hatte.

Doch bevor das wohl gehütete Geheimnis um das Prinzenpaar für Närrinnen und Narren der Kolpingfamilie gelüftet wurde, nutzte Sitzungspräsident Christian Beckmann die Gelegenheit, den zahlreichen anwesenden Mitgliedern in der prall gefüllten Gaststätte einen Rückblick der Höhepunkte aus dem vergangenen Jahr zu präsentieren. Zugleich dankte er den vielen Helfern für die tolle Zusammenarbeit in seiner ersten Session als amtierender Sitzungspräsident.

Inthronisierung

Im Anschluss folgte die von vielen mit Spannung erwartete Bekanntgabe und Inthronisierung des neuen Prinzenpaares. Mit der Übergabe der Insignien Mantel, Orden, Prinzenhut, Krönchen und Spiegel an Prinz und Prinzessin übernahmen Kerstin I. und Julius I. offiziell die Amtsgeschäfte ihrer Vorgänger.

Dabei galt der erste Gruß, naturgemäß in der sich reimenden Wechselrede, dem alten Prinzenpaar: „Ihr Beiden gabt uns Potenzial, fürs nächste Jahr im Karneval“, bedankte sich Fabian der I. der bei dieser Gelegenheit seinen Vorgängern gute Arbeit attestierte. „Julius und Steffi auf dem Thron, bereiteten uns eine super Session“, so der neue Prinz. Die beiden gebürtigen Schwelmer, selber seit Jahren in der Kolpingsfamilie und damit folgerichtig auch zur fünften Jahreszeit immer sehr aktiv, schauen voller Begeisterung auf ihre nun anstehenden Aufgaben: „Wir freuen uns, den Menschen Fröhlichkeit zu bringen“ so die neue Prinzessin Kerstin Hartje.

Prunksitzung bereits ausverkauft

Nachdem beide bereits vor Jahren aufgefordert wurden, als Prinzenpaar tätig zu werden, ist es also jetzt soweit. „Wir wurden oft gefragt, und die Kolpingsfamilie hat uns schließlich überredet“, erklären beide, wie es zu ihrer Ernennung gekommen ist. Die beiden neu gekrönten Vertreter des diesjährigen Karnevals in Schwelm schauen ohne Scheu auf die nun anstehenden Verpflichtungen: „Das schwerste war sicherlich die Proklamation, der Bühnenbau für die Prunksitzung läuft bereits - es gibt eigentlich nichts, auf das wir uns nicht freuen“, so Fabian Hartje.

Neues Motto bekanntgegeben

Pflichtbewusst präsentierten beide dann natürlich auch das Motto des diesjährigen Schwelmer Karnevals: „Ahoi und volle Fahrt voraus, mit der MS Karneval im Kolpinghaus.“ Nach einem lautstarken dreifachen „Schwelm Helau“ richtete auch Ehrennachtwächter Christian Fasel seine Glückwünsche an das neue Prinzenpaar.

Dabei blieben auch die anstehenden Termine von Sitzungspräsident Christian Beckmann nicht unerwähnt. Am 24. Februar startet mit der Awo-Sitzung das wilde Treiben, einen Tag später folgt die große, bereits ausverkaufte Prunksitzung. Wiederum einen Tag später kommt der Karneval in den Marienstift, bevor die „dollen Tage“ am Rosenmontag mit dem Rathaussturm und dem Kinderkarneval am 27. Februar auf die Zielgeraden einbiegen.

 

St. Marien-Sternsinger waren wieder zu
Gast im Schwelmer Rathaus.


Schwelm:
Feierlich und fröhlich zugleich gestaltete sich jetzt der Besuch der Sternsinger der Katholischen Propsteigemeinde St. Marien im Schwelmer Rathaus. 45 Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 14 Jahren sangen Lieder und sammelten Spenden für den guten Zweck. In diesem Jahr steht die Sternsinger-Aktion unter dem Motto: „Gemeinsam für Gottes Schöpfung in Kenia und der Welt!“ Die Spenden kommen über das Missionswerk Kindern in 1550 Projekten weltweit zugute.
Seit vielen Jahren besuchen die Sternsinger auch das Schwelmer Rathaus, wo man sich über die Heiligen Drei Könige in ihren glitzernden Gewändern sehr freut. In Vertretung für die verunfallte Bürgermeisterin Gabriele Grollmann begrüßten Schwelms Beigeordneter Ralf Schweinsberg und die stellvertretende Bürgermeisterin Christiane Sartor die engagierten Kinder und ihre Begleiter/innen. Sie steckten ebenso eine Spende in die Sammelbüchsen wie zahlreiche Mitarbeiter/innen der Verwaltung, die sich den Besuch der Sternsinger nicht entgehen ließen.

Bevor die Kinder den Segen über der Tür der Bürgermeisterin und am Rathauseingang anbrachten, gab es noch Getränke und, so Ralf Schweinsberg, „Süßigkeiten zum Schnuckeln!“
Wie Kerstin Hartje betonte, absolvieren die Kinder auch in diesem Jahr ein stattliches Programm. Sie suchen Schwelmer Sozialeinrichtungen auf, wie z.B. die Seniorenheime; sie singen zudem im Krankenhaus, bei der Caritas und im Christian-Ehlhardt-Haus. Der kommende Sonntag steht ganz im Zeichen der Auftritte in zahlreichen Privathaushalten.
Schon im Herbst beginnen die Vorbereitungen für die große Aktion, die von vielen Gemeindemitgliedern, darunter auch Eltern und ehemalige Sternsinger, unterstützt wird. Es werden Fahrdienste arrangiert, und am Sonntag wird für die Kinder auch gekocht.

„Das Schönste“, so Kerstin Hartje, „ist, dass niemand seine Unterstützung als Pflicht versteht. Es bereitet allen wirklich viel Freude