London-Taxi fährt für Kirchengemeinde

Unser London "Taxi" auf dem Parkplatz wartet auf seinen Einsatz

Beim Heimatfest war es für die Städtepartnerschaft Schwelm-Fourqueux im Einsatz: Das London-Taxi der katholischen Kirchengemeinde.
 Das ungewöhnliche Auto war tatsächlich im Taxi-Dienst tätig, allerdings nicht in England, sondern in Deutschland. Das Lenkrad ist also
auf der „richtigen“ Seite. Die Propstei St. Marien hat den Wagen gebraucht gekauft und verfolgt damit eine spannende Projektidee.
„st. marien bewegt“
steht in großen Lettern auf dem Wagen.
Ziel ist es, allen Interessierten eine Möglichkeit zu geben, zu Gemeindeveranstaltungen und Gottesdiensten zu kommen,
und auch wieder nach Hause. Gerade über die Stadtgrenzen hinaus ist es für viele schwierig, nach Treffen im
Gemeindeheim abends gut nach Hause zu kommen. Aber auch für Alleinerziehende kann es manchmal schwierig sein,
die Sprösslinge zu einer Gruppenstunde zu bringen. Da soll das „Taxi“ helfen. „Das System geht aber nur bei mindestens
zwei Tagen Voranmeldung,“ erklärt Propst Dudek. „Bei spontanen Anrufen vermitteln wir gerne an ein richtiges Taxi-Unternehmen.“

Der feste Fahrer der Kirche wird unterstützt von einigen Ehrenamtlichen, um alle Fahrten hinzubekommen.
 So kann es dann auch mal sein, dass statt des London-Taxis der Gemeindebus vor der Tür steht, wenn es eng wird.
Der Wagen aus England hat dabei den Vorteil, dass er für Rollstühle geeignet ist und auch behindertengerecht genutzt werden kann.

Finanziert wird dieses ungewöhnliche Projekt zum Großteil vom Innovationsfond des Bistums Essen. In Vorbereitung ist
auch der Einsatz des Autos als mobiles Büro. „Im Pfarrei-Entwicklungsprozess wurde klar, dass wir als Kirche raus gehen
 müssen aus den Kirchenmauern“, meint die Prozessassistentin Alexandra Schroer dazu. „Wir sind gerade dabei, nach geeigneten
Standorten dafür Ausschau zu halten“, erläutert sie weiter. Wer Fragen oder Anregungen zu dem Projekt „st. marien bewegt“ hat,
kann sich gerne bei ihr unter 02336 – 819538 melden.

Ebenso freut sich die Propstei St. Marien über die rege Nutzung des kostenfreien Fahrservices und des mobilen Büros.
 Der Fahrer kann man mit einer Vorlaufzeit von mindestens zwei Tagen unter
Tel. 0151-7 28 33 047, Email:
stmarien.bewegt@propstei-marien.de anfragen.

Die Zeiten für das mobile Büro entnehmen Sie bitte ab dem neuen Jahr den Gemeindenachrichten.

FAQs zum Projekt „St. Marien bewegt“:

 1. Was ist das für ein Auto?
Das London-Taxi ist ein TX 4 der Firma LTI (London Taxi International), Baujahr 2010, 105 PS und hat 6 Sitzplätze. Es fehlt der Beifahrersitz, da kommt normalerweise das Gepäck hin.

 2. Wie kann ich das Taxi erreichen?
Der Fahrer ist erreichbar unter Tel. 0151 – 7 28 33 04 7, stmarien.bewegt@propstei-marien.de
Bitte mindestens zwei Tage vor der geplanten Fahrt melden. Wenn Sie ein richtiges Taxi brauchen, so hat die „Funk-Taxen Schwelm GmbH“
 02336-3000 ihre Unterstützung angeboten. Oder Sie wenden sich einfach an ein Taxi-Unternehmen Ihres Vertrauens.

 3. Was kostet eine Fahrt?
Die Fahrten sind generell kostenfrei. Eine Spendendose steht aber bereit. Auch im Pfarrbüro (Marienweg 2) können Spenden für den
Unterhalt abgegeben werden.

 4. Was kann das Auto, was andere nicht können?
Im Fahrgastraum sitzt man sich gegenüber. Das hilft für Gespräche, wenn wir das London-Taxi als mobiles Büro einsetzen. Zudem kann
 man mit einem Rollstuhl reinfahren und durch einen drehbaren Sitz können auch gehbehinderte Menschen gut in den Wagen
hineinkommen.

 5. Warum sind chinesische Schriftzeichen hinten auf dem Wagen?
Die Firma LTI in Coventry (England) gehört mittlerweile zu einer chinesischen Firma. Alle Wagen mit Rechtslenker werden in Coventry
gebaut, die mit Linkslenker in Shanghai (China). Die deutsche Vertretung dieser Firma ist übrigens in Bochum.

 6. Kann ich den Wagen für eine Hochzeit buchen?
Ja, wenn die Trauung auf dem Gebiet der Propstei St. Marien stattfindet, also in Schwelm, Gevelsberg oder Ennepetal und mindestens
einer der Brautleute zur Gemeinde gehört.

 7. Wozu brauchen wir ein „mobiles Büro“?
Beim Pfarrei-Entwicklungsprozess, dem sog. „PEP“ hat eine Arbeitsgruppe festgestellt, dass es nicht immer einfach ist, eines unseres
Gemeindebüros zu erreichen. Da sind natürlich die Öffnungszeiten begrenzt, aber manche wissen auch gar nicht, wo das Büro ist oder
trauen sich nicht so richtig, mit ihrem Anliegen da hin zu gehen. Die Idee war in der Arbeitsgruppe daher, aus den üblichen Kirchenmauern herauszukommen und einfach dort zu sein, wo viele Menschen sind oder ein Büro helfen könnte. Man kann natürlich auch ohne mobiles
 Büro durchs Leben kommen. Von daher „brauchen“ wir das nicht. Aber wir glauben, dass es hilft. 

 8. Warum ist der Wagen so hoch?
In London gibt es genaue Vorschriften, was ein Taxi können muss. Manches davon klingt ein bisschen altertümlich. So muss z.B.
genug Platz für einen Strohballen als Gepäck sein und den Fahrgästen muss es möglich sein, ihren Hut aufzubehalten. 

9. Warum hat der Wagen denn schon Kratzer im Lack?
Unser London-Taxi war in Ulm als Taxi eingesetzt, vor allem für Fahrten mit Kranken. Die Rollstühle haben innen ihre Spuren hinterlassen.
Manche Fahrer in Ulm haben auch die Wendigkeit oder die Abmessungen des Wagens falsch eingeschätzt. Und so haben sich einige
Spuren angesammelt. Wir haben aber noch viele Ersatzteile im Keller. Außerdem haben wir tatkräftige und schnelle Unterstützung
durch die Schwelmer Firma Bosch Schüngel, die den Wagen für uns fit und die Schrammen im Blick hält.

10. Wer kann mir helfen, wenn ich zu dem gesamten Projekt eine Frage oder eine Idee habe?
Am besten fragt man unsere Prozessassistentin Alexandra Schroer unter:
alexandra.schroer@propstei-marien.de oder Tel. 02336 – 81 95 38.