Prpopsteigemeinde St. Marien Schwelm – eine Gemeinde im Wandel der Zeit

 


Schwelm um 1788
 g reformierte Kirche h lutherische Kirche i katholische Kirche
 

Die Pfarrei Schwelm ist sehr alt. Bereits in dem Bericht des Mönches Cäsarius von Heisterbach über die Ermordung des Kölner Erzbischofs Engelbert am  Abend des 7. November 1225, dem Freitag nach Allerheiligen, in einem  Hohlweg bei Mylinghausen (Gevelsberg) wird von Schwelm berichtet.
Der Erzbischof war auf dem Wege nach Schwelm, um die Kirche zu weihen.  Da wurde er in der angebrochenen Nacht von einer Horde aufgehetzter  Dienstmannen seines Vettersohnes Friedrich von Isenburg überfallen und -wie jüngst die Untersuchung der Gebeine ergab - unvorstellbar brutal erschlagen.
Der damalige Pfarrer von Schwelm spielte eine unrühmliche Rolle bei diesem  Ereignis: Er verweigerte der über und über mit Wunden bedeckten Leiche die  Aufbahrung in der Kirche. Das Gotteshaus werde dadurch entweiht, wandte er ein.
So mussten die wenigen verbliebenen Begleiter des toten Erzbischofs, Grafen von Westfalen und Reichsverwesers, die Leiche in den Fronhof bringen, der  festlich für den Empfang des Lebenden hergerichtet war. Zwei Kerzen, die für  die Kirchweihe bereitgestellt waren, brannten zu Haupt und zu Füßen des Erschlagenen. Seine geschockten Getreuen hielten Nachtwache an der Bahre.

Wenn dieses traurige und für die politische Entwicklung des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation verhängnisvolle Ereignis Schwelm besonders bekannt machte, so ist der Ort doch noch viel älter. 1085 ist er  zuerst erwähnt. In diesem Jahr wurde bezeugt: Der Kölner Erzbischof Sigewin  (1079 bis 1089) hat damals den Tafelhof Schwelm an das Stift Mariagraden in  Köln übergeben.

Da die Kirche Sankt Bartholomäus geweiht war, die  Verehrung dieses  Apostels sich aber erst  nach 983 über Italien nach  Deutschland ausgebreitet hat, muss die Schwelmer Kirche nicht lange vor der  urkundlichen Erwähnung gegründet worden sein.

Und noch ein prominenter Toter hatte Schwelm „ins Gerede" gebracht: Im lange andauernden Investiturstreit, in dem Papst Gregor VII. 1075 dem  deutschen König Heinrich IV. strikt verboten hatte, Bischöfe einzusetzen, hielt  Kaiser Heinrich V. in der von Sankt Bonifatius gegründeten Kloster- und  Bischofsstadt Fritzlar Reichstag.  Auf dem Rückweg von dort reiste der  Päpstliche Legat, Kardinal Theoderich, über Schwelm nach Köln. Er rastete im  Schwelmer Fronhof und wurde am Silvestertage 1115 vom Tode ereilt. Seine  Leiche wurde nach Köln transportiert. Dort nahmen 14 Bischöfe an seiner  Beerdigung teil.

Als sich am Ende des Mittelalters die Lehre Martin Luthers im ganzen Land  ausbreitete, neigte Pfarrer Johann Roleving ( +1580) zum neuen Glauben.  Aber lag es an der neuen Lehre, oder lag es an ihm? Er konnte die  Reformation nicht durchsetzen. Sein Nachfolger, Hildebrand Linderhaus, hatte da mehr Geschick. Bereits 1556 war er als Kaplan nach Schwelm gekommen.

Als er 1581 Pfarrer geworden war, setzte er gegen den Widerstand des Kölner  Stiftes Mariagraden die von Luther bestimmte Form des Christentums durch.  Als er 1595 starb, gab es in Schwelm keine katholische Gemeinde mehr Fünf Familien aber, darunter der Herr von Schloss Martfeld, Freiherr Adolf Raitz von Frentz, blieben katholisch. Die Kreuzherren von Beyenburg im  Wupperbogen betreuten diese Glaubensbrüder in der Diaspora. Der Kirchweg dauerte von da ab etwa eine Stunde

      
           Ansicht Kloster Beyenburg

Drei Jahrzehnte später zwangen spanische Besatzungstruppen die  Evangelischen, den ihrem Glauben treu gebliebenen Katholiken eine Kapelle  der einstmals katho-lischen Kirche zurückzugeben. Aber bereits vier Jahre  später, 1631, waren die Katholiken wieder heimatlos. Sie mussten diese Kirche zurückgeben.

Wie so oft in solchen Fällen in der Geschichte: Die Zeit arbeitete für die Katholiken. Mit steigender Einwohnerzahl wuchs auch ihre Zahl, Um 1670  waren es im Kirchspiel Schwelm (größer als das heutige Dekanat) schon 200  Männer, Frauen und Kinder Zweimal kam da der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm (1640 bis 1688) den  Schwelmer Katholiken zu Hilfe.

Nach langen Verhandlungen mit dem Pfalzgrafen Philipp Wilhelm, Herzog von  Jülich und Berg (1653 bis 1679), schloss er am 6. Mai 1672 einen  Religionsvergleich. Von da ab konnte jeder nach seinem Glauben leben. Daraufhin regte sich in Schwelm erneut der Wunsch, eine eigene Gemeinde zu gründen. Wie wäre es wieder mit einer Kapelle an der evangelischen Pfarrkirche?

Aber so sehr sich die Katholiken anstrengten, ihre Versuche, diesen Plan zu verwirklichen, misslangen Da half der Große Kurfürst abermals  seinen Untertanen. Am 14. Juli 1682, also vor über 300 Jahren, genehmigte er  die Gründung einer katholischen Gemeinde sowie die Errichtung eines  Gotteshauses, einer Schule und eines Pfarrhauses

Und nicht nur das. Beauftragte des evangelischen brandenburgischen  Landesherren und des katholischen Pfalz-Neuburgers sorgten dafür, dass die  Gemeinde noch im Dezember 1682 für 364 Taler ein Grundstück unmittelbar  vor der Stadtmauer kaufen konnten. Der Landesherr verzichtete auf die  normalerweise fälligen Abgaben. Die auf dem Grundstück stehenden Häuser wurden Schule und Pfarrhaus.

Dieser erste Schritt spornte den Opfergeist der Gemeinde an. Es wurde eifrig gesammelt. Schon zwei Jahre später, am 21. Juni 1684, konnte Emilius  Rhamann, Prior des Benediktinerklosters Werden, im Beisein des Priors der  Beyenburger Kreuzherren, Johannes Nieburg, den Grundstein zur Kirche legen. Sie sollte der „Unbefleckten Jungfrau Maria" zu Ehren errichtet werden.(Schwelm war lange Zeit dem Kloster Werden zinspflichtig.)

Während der  Grundsteinlegung, so berichtet eine alte Chronik, soll von 11 bis 13 Uhr ein  heller Stern über Bauplatz und Stadt gestanden haben. „Nicht einem, sondern  vielen, nicht bloß Katholischen, sondern auch Lutherischen und Reformierten" soll er sich gezeigt haben.

Erster Pfarrer in der neuen katholischen Gemeinde war der Beyenburger Kreuzherr Thomas Lixfeld. Aber noch war die Kirche nicht fertig, das wurde er  1685 von Pfarrer Wilhelm Breidenbach abgelöst.

Noch drei Weltgeistliche versuchten, in der Gemeinde zurechtzukommen. Dann kamen Minoriten aus  Lennep, Franziskaner aus Hardenberg, wieder Kreuzherren aus Beyenburg  und dazwischen auch einige Weltgeistliche. Die arme Gemeinde vermochte es  kaum, ihren Pfarrer recht zu ernähren, und die Ordensoberen zogen ihre Patres zu oft nach kurzer Zeit wieder ab.

Da verlangten die Schwelmer Katholiken das Recht, ihren Pfarrer selbst wählen zu dürfen. Wieder war es ein Branden-burger, König Friedrich II., der  ihnen dieses Recht durch Reskript vom 9. September 1782, vor 200 Jahren, zugestand. Allerdings war dieses Privileg an die Verpflichtung geknüpft, das  Gehalt des Pfarrers zu sichern.

             
              Urkunde über die Verleihung des Pfarrerwahlrechts

Bis 1950 wählten die Schwelmer ihren Pfarrer selbst. Auf Vorschlag von Bischof Hengsbach verzichtete die Gemeinde 1963  auf dieses Pfarrerwahlrecht.
Am 18. Oktober 1722 traf die Gemeinde ein harter Schlag. Die Stadt brannte  ab, und mit ihr auch die Kirche, die Schule, das Pfarrhaus. Insgesamt 97  Häuser, zwei Kirchen und zwei Schulen sowie viele andere Gebäude waren  ein Raub der Flammen geworden. Ein Jahr dauerte es, bis die Gemeinde wieder in ihre Kirche einziehen konnte.

        
Bauplan Kirche 1727

Ein weiteres Mal läutete die Sturmglocke, am 22. September 1827. In einem  Haus am Mühlenteich war Feuer ausgebrochen, und wenig später stand die  Stadt abermals in Flammen. Sogar die Feuerwehr aus Elberfeld war zur Hilfe angerückt. Am Abend waren 102 Familien mit rund 400 Personen obdachlos.

Die katholische Gemeinde hatte alle ihre Gebäude verloren. Aber so schlimm das Unglück war, es bewirkte auch Gutes. Die lutherische,  die reformierte und die katholische Gemein-de rückten enger zusammen. Jeder half dem anderen in dessen Not. Fast sieben Jahre wurde für die Katholiken  sonntags die heilige Messe in der lutherischen Kirche gefeiert.

Da der Platz an der Stadtmauer nahe dem Grütertor zu klein geworden war,  erwarb die Gemeinde etwas weiter nördlich ein neues Gelände, das heutige  Kirchengrundstück. 1833 konnte mit dem Bau des größeren Gotteshauses  begonnen werden, und schon am 5. August 1834 weihte es der Weihbischof  von Paderborn.

1821 war die Gemeinde nämlich durch die neugeordneten  Diözesangrenzen aus dem Erzbistum Köln ausgegliedert und ins Bistum Paderborn eingegliedert worden.

Wenig später ist wohl die „Schwelmer Madonna", die  thronende Gottesmutter mit Kind, ein Werk etwa aus  dem Jahre 1340, von Düsseldorf nach Schwelm  gekommen.

     
       Die Schwelmer Madonna

1954 gab es ihretwegen Aufregung. Ein Besucher aus Stadtlohn im Münsterland hatte wohl  gemeint, die Madonna sei mit einer aus seiner  Heimatpfarrkirche gestohlenen Madonna identisch.

Viele Stadtlohner pilgerten nach Schwelm, um „ihre" Ma-donna zu sehen. Aber die Schwelmer konnten nachweisen, ihre Madonna war ehrlich erworben.

Im Jahre 1836 konnte sich die katholische Gemeinde für  die Gastfreundschaft der evangelischen Glaubensbrüder  revan-chieren. Aus ungeklärter Ursache brannte die  evangelische Kirche auf dem Kirchenhügel in der Stadt  ab. Bis 1849 dauerte es, dass die neue doppeltürmige Kirche, die heute noch  das Stadtbild bestimmt, eingeweiht werden konnte. Bis dahin waren die  „Lutherischen" bei den Katholiken und den Reformierten zu Gast. Bei der  Grundsteinlegung 1842 lobte König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen die Hilfsbereitschaft der drei Gemeinden.
Diese Haltung, so meinte er, müsse er  allen seinen Untertanen zur Nachahmung empfehlen.

Marienhospital 1892 Marienhospital vor dem Krieg Marienhospital 2010

Die Gemeinde wuchs. Unter Pfarrer Mertensmeier entstand 1892 das Marienhospital. Die Paderborner Vinzentinerinnen wurden darin die „guten Geister".  Vereine wurden gegründet, so der Kolpings Gesellenverein, der sich auch ein  Gesellenhaus schuf. Die Frauen schlossen sich zusammen die Jungfrauen, die Jünglinge und die Arbeiter. Ein Kirchenchor wurde gegründet. Neue Gemeinden mussten ausgegliedert werden. Barmen war bereits 1708 und  Gevelsberg 1871 selbständig geworden. Jetzt folgten Langerfeld (1906) sowie Haßlinghausen und Milspe. (1908)

 

  

 

 

 

 

  

    

Marienkirche

nach dem Bombenangriff  

März 1945 vor der Zerstörung

Noch zweimal musste die Gemeinde eine Kirche bauen. Im Zweiten Weltkrieg  brannte das Gotteshaus, durch Bomben sehr zerstört, völlig aus. Weil die Kirche nicht repariert werden durfte, stürzte im Winter 1945/46 bei starkem Sturm der Westgiebel ein und zerstörte das noch vorhandene Gewölbe.  Das Kolpinghaus wurde Notkirche. Später legten viele treue Helfer mit Hand an, die  Kriegsschäden zu beseitigen. Schon 1947 konnte die Gemeinde wieder in die  provisorisch hergerichtete Kirche einziehen und das Gemeindeleben blühte  neu auf, verstärkt durch die vielen Heimatvertriebenen, die in Schwelm und in  der Mariengemeinde eine neue Heimat fanden.
 1954 wurden vier neue Glocken in den Turm der Marienkirche gehängt: Die größte Glocke „Christkönig“ hat einen Durchmesser von 1,69 m und wiegt 49  Zentner ohne Klöppel, die zweite Glocke "Maria Immaculata" (Patronin der Gemeinde) wiegt 43 Zentner, Durchmesser 1,50 m, "St. Engelbert" , die dritte  Glocke hat einen Durchmesser von 1,34 m und wiegt 25 Zentner . Die vierte  Glocke "St. Hedwig" (Mutter der Vertriebenen) , wiegt 14 Zentner und hat  einen Durchmesser von 1,13 m. Die Glocken sind auf die Töne : h-moll, cis,  dis und fis gestimmt und erklingen in harmonischer Übereinstimmung mit dem Geläute der Christuskirche.

Aber bald zeigte es sich, dass die Kirche für die große Schar der Gottesdienstbesucher zu klein geworden war und dass die Kriegsschäden größer waren als vermutet. So musste die Gemeinde nochmals einen Neubau  planen. Am 3. Oktober 1968 fiel die alte Kirche - diesmal von Bauleuten gesprengten – in Trümmer. Am 20. Dezember, dem vierten Adventssonntag
1970, konnte Bischof Dr. Franz Hengsbach das neue, nach den Plänen des  Münchener Architekten Hansjakob Lill gebaute Gotteshaus weihen.

Inzwischen war Schwelm 1957 Dekanat geworden, das Bistum Essen war am  1. Januar 1958 errichtet worden, und eine neue Gemeinde in der Stadt  Schwelm, Heilig Geist, musste (1961) gegründet werden.

1983 wurde eine neue Orgel von Romanus Seifert & Sohn, Kevelaer in die  neue Marienkirche eingebaut. Die Orgel hat 3 Manuale, Pedal und insgesamt  2563 Pfeifen. Davon sind 174 aus Holz (Mahagoni, Ahorn, Eiche) und 2389  aus Zinn. Die größte Pfeife misst ca. 5m, die kleinste 15mm ohne Fuß.

1992 begann die Planung eines Altenpflegeheimes am Oberloh, dass im Mai  1999 als „Marienstift“ seine Pforten öffnete und bietet Platz für ca. 100 alte Menschen. 6 Indische Ordensschwestern haben dort einen Konvent eröffnet  und arbeiten im Marienstift und im Marienhospital.

Für die Seelsorge ist Ehrendechant Pfarrer Winfried Odenwald verantwortlich, der im Hause wohnt.

1995 wurde das Marienhospital aus der Gemeinde ausgegliedert und als Tochtergesellschaft der Kliniken St. Antonius in Wuppertal als katholisches  Krankenhaus der Grundversorgung in Schwelm weitergeführt.

1995 wurde nach Entwürfen des Hattinger Künstlers  Egon Stratmann das große Kirchenfenster zur  Bahnhofstraße hin farblich gestaltet. Dabei wurde der Umriss der dahinter stehenden Orgel aufgenommen und sozusagen ein Orgel-prospekt aus Glas und  Farbe gestaltet. Um den Haupteingang herum wurden  Marienbilder aus unserer nähe-ren Umgebung in  Glasmalereien dargestellt.

1999 wurde vom gleichen Künstler ein Taufbrunnen im Kirchenraum aus  römischem Travertin geschaffen und damit war der Innenausbau der Marienkirche vollendet.

Im September des Jahres 1999 ging Pfr. Andreas Afting von Hl. Geist in den  Ruhestand.

Im Rahmen des Personalplanes 2006, der eine Kooperation beider Gemeinden unter einem Pfarrer vorsah, verhandelten die Gremien  beider Pfarrei sehr intensiv und kamen zu dem einhelligen Beschluss, zu  fusionieren.

Durch Erlass des Bischofs von Essen wurde die Pfarrei Hl. Geist zum 31.12. 2000 aufgehoben und das Pfarrgebiet und das Vermögen der Pfarrei St.  Marien übertragen.

Vom 1. Advent 2005 bis zum 1. November 2010 diente die Hl.-Geist-Kirche mit ihrem Pfarrzentrum als Ökumenisches Zentrum für katholische und  evangelische Christen im Osten unserer Stadt. Im ehemaligen Pfarrhaus ist  die Diakonie mit ihrer Beratungsstelle für Obdachlose untergebracht.

Im Herbst versagte die Heizung der Hl.-Geist-Kirche ihren Dienst, die evangelischen Mitchristen kündigten aus finan-ziellen Gründen den Vertrag zum Ökumenischen Zentrum und weitere Investitionen lagen an (Isolierung  des Daches, Abdichtung der Kirchenfront) so dass sich der Kirchen-vorstand schweren Herzens entschloss, die Hl.-Geist-Kirche als Gottesdienststandort aufzugeben.

Am 1. November 2010 wurde der letzte Gottesdienst dort gefeiert. Danach wurde die Kirche durch Urkunde des Bischofs von Essen profaniert und der Kirchenvorstand verhandelt über die zukünftige  Verwendung des ehemaligen Pfarrzentrums.

Im Rahmen der Strukturreform im Bistum Essen wurde die Pfarrei St. Marien im Herbst 2007 aufgehoben und gemeinsam mit den aufgehobenen Pfarreien St. Engelbert und Liebfrauen in Gevelsberg, Herz-Jesu und St. JohannBaptist, Ennepetal, der Italienischen und der Kroatischen Gemeinde wurde die Katholische Kirchen-gemeinde St. Marien Schwelm-Gevelsberg-Ennepetal  gegründet, die von Bischof Dr. Felix Genn wegen ihrer überregionalen Bedeutung zugleich zur Propstei erhoben wurde. Zur Propsteipfarrei gehören  ca. 18.000 katholische Christen.

Heute ist die Propsteigemeinde St. Marien eine Gemeinde in Schwelm mit ca. 5800 katholischen Christen unter ca. 13.000 evangelischen Christen (Landeskirche Westfalen) in einer Stadt von ca. 29.000 Einwohnern. In Schwelm gibt es auch noch einige freikirchliche Gemeinschaften.

Ca. 750 Gemeindemitglieder besuchen den sonntäglichen Gottesdienst und werktags finden zwischen 20 – 60 Christen den Weg zum Gottesdienst.

In zwei Kindertagesstätten (Kindergärten), die zum Familienzentrum St. Marien zusammengeschlossen sind, werden in 7 Gruppen ca. 170 Kinder betreut.

Das Gemeindeleben ist geprägt von zahlreichen Vereinen und Gruppen, die mit ihrem Eigenleben, angebunden an die Gemeinde, St. Marien zu einer lebendigen Gemeinde werden lassen.

Größter Verband ist mit 6 Jungkolpinggruppen, einem Männerchor,  Familien und Seniorenkreisen die Kolpingsfamilie, die in ihrem eigenen Kolpinghaus mit Gaststätte ihr Zuhause hat. Die Kolpings-familie wurde 1862 gegründet (die Gründungsurkunde ist noch von Vater Kolping unterschrieben worden). Inhalt ihrer sozialen Arbeit ist der Dienst und die Formung des Menschen nach christlichen Werten.

In all diesen Gruppierungen und in vielen Veranstaltungen (Kolpingkarneval mit Prinzenpaar) lebt sie lebendig in unserer Gemeinde.  Im Jahre 2012 konnte die Kolpingsfamilie ihr 150jähriges Jubiläum feiern.

Die Frauengemeinschaft KfD ist der zweitgrößte Verband in unserer Gemeinde. In vielen (altersspezifischen) Frauengruppen sind sie ein wichtiger und lebendiger Bestandteil unserer Gemeinde.
Dazu gibt es das St. Hedwigswerk, in dem  Heimatvertriebene aus Schlesien ihren Glauben und ihre Tradition pflegen.
Die Jugendarbeit wird getragen von der Kolpingjugend, der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) und  der Pfadfinderinnenschaft St. Georg (PSG)    Darüber hinaus sind 40 Kinder und Jugendliche als Messdiener in unserer  Gemeinde tätig.
Darüber hinaus sind die Elisabethkonferenz und die Vinzenzkonferenz in der  Gemeindecaritas aktiv (Einzel-fallhilfe, Winterküche etc.) Junge Familien sind in Familien-kreisen organisiert. Der Gemeinderat lädt einmal im Jahr zu einem  Familiensonntag mit einem bunten Programm ein, in dem Jung und Alt  gemeinsam etwas tun – und viel Freude haben.
Der Seniorenkreis  trifft sich regelmäßig zu Bildungsveran-staltungen und geselligen Beisammemsein, und ist die drittgröüte Gemeinschaft unserer Gemeinde. Die ökume-nische Ausrichtung macht den Kreis für alle Christen erfahrbar.

Das Seniorenfrühstück nach der Hl. Messe am Herz-Jesu-Freitag ist fester Bestandteil im Leben unserer Senioren.

An jedem  Mittwoch treffen sich ca. 20 Senioren zum Rosenkranzgebet und zur Eucharistischen Anbetung in der Marien-kirche und zum anschließenden  Kaffeetrinken.

Das Eine-Welt-Team sorgen dafür, dass die Verantwortung für die 3. Welt im Alltag nicht untergeht.

Um die Gestaltung der Familiengottesdienste (die wir an jedem Sonntag besonders gestalten) und die Kleinkinder-gottesdienste (die wir alle 4 Wochen parallel zum Wortgot-tesdienst der Familienmesse im Pfarrsaal anbieten) bemühen sich der Liturgiekreis und der Kinderliturgiekreis. ... und nach dem Familiengottesdienst trifft man sich zum „Foyercafé“ im hinteren Eingang der Kirche.

Die Liturgie hat in unserer Gemeinde einen hohen Stellenwert. Unsere Chöre  (Kirchenchor St. Cäcilia, die Schola Cantorum, der Jugendchor Take4, der  Kinder- und Spatzenchor) leisten dazu einen wichtigen Beitrag.
Die  Sonntagsgottesdienste sind in der Regel verschieden gestaltet (Hochamt, Bet/Singmesse, Familienmesse, einmal im Monat Jugendmesse) , der würdige  und gesammelte Vollzug durch die Priester und der formvollendete Dienst der Ministranten tragen zu einer ansprechenden Liturgie bei.
Ein besonderer Schatz unserer Gemeinde sind neben den sehr engagierten hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die große Zahl von ehrenamtlichen Frauen und Männern, die sich engagieren, sei es in der Caritas, in der Rentnerband, im Altenheimdienst, im Gemeindearchiv, bei Festen und Feiernm für die "Alten" in unserer Gemeinde, als Katechetinnen und Katecheten bei der Sakramentenvorbereitung der Kinder, um nur einige Bereiche aufzuzählen.

Nicht zu vergessen die Männer, Frauen und Jugendliche, die sich als Gruppenleiterinnen und –leiter in den Gruppenstunden und Versammlungen mit Senioren, Kindern und Jugendlichen arbeiten.

Haben Sie noch Fragen zur Geschichte unserer Gemeinde, dann stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung

 

 

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